Ägypten

Bürgerkriegsgefahr in Ägypten: Jetzt kostenlose Reisestornierung möglich

Wie „Spiegel online“ berichtet, müssen Touristen nicht mit Stornierungskosten rechnen, wenn sie jetzt eine Reise nach Ägypten absagen.

Am gestrigen Mittwoch hatten Sicherheitskräfte in Kairo bei der Auflösung zweier Zeltlager von Demonstranten ein Massaker angerichtet, dem mindestens 300 Menschen zum Opfer gefallen sein sollen, die dort gewaltfrei gegen die Absetzung des gewählten Präsidenten Mohammad Mursi durch einen Militärputsch am 3. Juli protestiert hatten. Der Übergangspräsident Adli Mansur rief am Mittwochnachmittag den Notstand aus.

„In so einer Situation kann man niemandem mehr zumuten, dass er noch in Ägypten Urlaub macht", zitiert SpOn den Reiserechtler Paul Degott. „Ein flächendeckender Notstand heißt: Es kann alles zusammenbrechen, es ist gefährlich.“

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Ägypten: Trotz politischer Verwerfungen positive 20-Jahres-Bilanz des Aktienmarktes

(econoafrica.com) Der Aktienmarkt Ägyptens hat in den vergangenen 20 Jahren die beste Performance unter den Emerging Markets erzielt. Dies ergab eine Untersuchung der in Hamburg ansässigen Sutor Bank. Für die Untersuchung wurden die 27 Länder im Schwellenländerbereich mit der höchsten Kapitalmarktgewichtung herangezogen. Dabei wurden die jeweiligen MSCI-Länder-Indizes inklusive der Bruttodividenden („gross dividends“) ausgewertet.

Als ertragreichster Aktienmarkt liegt mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von 16,2 Prozent Ägypten vor Peru mit 13,7 Prozent und Kolumbien von 13,1 Prozent. Wer vor 20 Jahren 10 000 Euro in ägyptische Aktien investierte, könnte sich heute über etwas mehr als 200.000 Euro freuen (Stand: 31.12.2014). Die Entwicklungen der meist stärker im Fokus stehenden „BRIC“-Länder liegen dabei nur im Mittelfeld: Brasilien 9,3 Prozent, Russland 9,6 Prozent, Indien 8,3 Prozent und China 2,5 Prozent.

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Afrika erweckt Interesse des norwegischen Staatsfonds

(econoafrica.com) Der norwegische Staatsfonds verwaltet insgesamt 890 Milliarden US-Dollar und ist der Größte seiner Art. Bislang ist er bereits in einigen afrikanischen Ländern investiert. Jetzt sollen weitere Milliarden gen Süden fließen.

„Was neu ist, ist, dass wir uns nach Norden bewegt haben, Kenia und Nigeria. Und wir schauen uns ein paar westafrikanische Länder an“, erklärt Yngve Slyngstad, Vorstandschef von Norges Bank Investment Management in New York, gegenüber dem Nachrichtendienst Bloomberg. „Im Norden von Afrika haben wir seit einiger Zeit Anlagen in Marokko und Ägypten. Und es kommen ein paar weitere Investments in Tunesien.“

Dass der weltweit größte Staatsfonds mehr Geld in Afrika investieren möchte, könnte auch als ein Zeichen gewertet werden, dass der afrikanische Kontinent langfristig nicht mehr vom Radar der Investoren wegzudenken ist.

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Ägypten: Zentralbank will Devisenmangel den Kampf ansagen

Kairo (gtai.de) - Für den neuen ägyptischen Zentralbankgouverneur ist die Bekämpfung des Devisenmangels eine zentrale Aufgabe. Die Schwierigkeit besteht in einer besseren Versorgung der Banken mit US-Dollar, ohne die Inflation durch Abwertungen anzuheizen. In den letzten Monaten verzögerte die Devisenknappheit Einfuhren und behinderte damit auch Teile der lokalen Industrieproduktion. Zudem beklagen Unternehmen Probleme beim Transfer von Gewinnen und Dividenden ins Ausland.

Viele Hoffnungen auf eine Lösung der ägyptischen Devisenkrise ruhen auf der neuen Zentralbankführung um Gouverneur Tarek Amer. Er setzt auf mehr Kommunikation mit den Interessengruppen und erteilte eine erste schriftliche Anweisung an die Kreditinstitute, nachdem sie zuvor mündliche Vorgaben erhielten. Die Banken sollen Kreditfazilitäten mit ausländischen Partnerinstituten vereinbaren, um leichter Akkreditive zu finanzieren.

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Afrika: Traditionelle chinesische Medizin gefährdet Eselsbestände

Addis Abeba (dpa) – «E Jiao» war eine Medizinform, die ursprünglich Chinas Königshaus und Herrschern vorbehalten war. Mit dem wachsenden Wohlstand der Mittelschicht wollen immer mehr Chinesen das Wundermittel - aus Eselhaut gewonnene schwarze Gelatine - nutzen. Das teure Präparat soll in Form von Pillen oder als Tonikum dem Altern vorbeugen, Schlaflosigkeit heilen und die Erotik befeuern, so der Glaube.

Die Nachfrage wächst immens - woher all die Esel nehmen? In China hat sich ihre Zahl in den vergangenen 25 Jahren auf etwa sechs Millionen nahezu halbiert. Das Land erwirbt inzwischen 1,8 Millionen Eselshäute pro Jahr anderswo, wie die Tierschutzorganisation Donkey Sanctuary berichtet - und könne locker etwa zehn Millionen gebrauchen.

Längst hat China ein Auge auf Afrika geworfen: Der Kontinent beherbergt etwa 25 Prozent der weltweiten Eselspopulation, elf Millionen Tiere, wie aus Zahlen der UN-Welternährungsorganisation (FAO) hervorgeht. Chinesische Unternehmen lassen in eigens errichteten Schlachthöfen bereits tausende Esel täglich töten. Viele afrikanische Staaten hoffen, damit ihre kriselnde Wirtschaft stärken zu können. Ein Kilo «E Jiao» koste bis zu 375 Dollar (knapp 350 Euro), sagt Donkey-Sanctuary-Chef Mike Baker.

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