Politik

Ägypten: Trotz politischer Verwerfungen positive 20-Jahres-Bilanz des Aktienmarktes

(econoafrica.com) Der Aktienmarkt Ägyptens hat in den vergangenen 20 Jahren die beste Performance unter den Emerging Markets erzielt. Dies ergab eine Untersuchung der in Hamburg ansässigen Sutor Bank. Für die Untersuchung wurden die 27 Länder im Schwellenländerbereich mit der höchsten Kapitalmarktgewichtung herangezogen. Dabei wurden die jeweiligen MSCI-Länder-Indizes inklusive der Bruttodividenden („gross dividends“) ausgewertet.

Als ertragreichster Aktienmarkt liegt mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von 16,2 Prozent Ägypten vor Peru mit 13,7 Prozent und Kolumbien von 13,1 Prozent. Wer vor 20 Jahren 10 000 Euro in ägyptische Aktien investierte, könnte sich heute über etwas mehr als 200.000 Euro freuen (Stand: 31.12.2014). Die Entwicklungen der meist stärker im Fokus stehenden „BRIC“-Länder liegen dabei nur im Mittelfeld: Brasilien 9,3 Prozent, Russland 9,6 Prozent, Indien 8,3 Prozent und China 2,5 Prozent.

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Bürgerkriegsgefahr in Ägypten: Jetzt kostenlose Reisestornierung möglich

Wie „Spiegel online“ berichtet, müssen Touristen nicht mit Stornierungskosten rechnen, wenn sie jetzt eine Reise nach Ägypten absagen.

Am gestrigen Mittwoch hatten Sicherheitskräfte in Kairo bei der Auflösung zweier Zeltlager von Demonstranten ein Massaker angerichtet, dem mindestens 300 Menschen zum Opfer gefallen sein sollen, die dort gewaltfrei gegen die Absetzung des gewählten Präsidenten Mohammad Mursi durch einen Militärputsch am 3. Juli protestiert hatten. Der Übergangspräsident Adli Mansur rief am Mittwochnachmittag den Notstand aus.

„In so einer Situation kann man niemandem mehr zumuten, dass er noch in Ägypten Urlaub macht", zitiert SpOn den Reiserechtler Paul Degott. „Ein flächendeckender Notstand heißt: Es kann alles zusammenbrechen, es ist gefährlich.“

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Marokko: Zentralbank gewichtet Referenz-Währungskorb um

Düsseldorf (www.fondscheck.de) - In Marokko zeichnet sich eine vorsichtige Lockerung des Wechselkurses ab, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Die Zentralbank Bank Al-Maghreb habe jetzt die Gewichtung des aus Euro und US-Dollar zusammengesetzten Währungskorbes geändert, an den der Kursverlauf des Dirham (MAD) gekoppelt sei. Demnach solle der auf den US-Dollar entfallende Anteil auf 40% verdoppelt werden, der des Euro von 80% auf 60% sinken.

Eine eventuelle Verschiebung der Gewichtungen sei im Vorfeld durch die Notenbanker bereits kommuniziert worden und diene nach deren Einschätzung zugleich als erster Schritt für eine langfristig angestrebte Flexibilisierung des Wechselkurses. Zugleich stelle die jetzige Änderung eine Anpassung an den Außenhandel des nordafrikanischen Landes dar, das rund 65% seiner weltweiten Umsätze in Europa erziele.

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Ägypten: Zentralbank will Devisenmangel den Kampf ansagen

Kairo (gtai.de) - Für den neuen ägyptischen Zentralbankgouverneur ist die Bekämpfung des Devisenmangels eine zentrale Aufgabe. Die Schwierigkeit besteht in einer besseren Versorgung der Banken mit US-Dollar, ohne die Inflation durch Abwertungen anzuheizen. In den letzten Monaten verzögerte die Devisenknappheit Einfuhren und behinderte damit auch Teile der lokalen Industrieproduktion. Zudem beklagen Unternehmen Probleme beim Transfer von Gewinnen und Dividenden ins Ausland.

Viele Hoffnungen auf eine Lösung der ägyptischen Devisenkrise ruhen auf der neuen Zentralbankführung um Gouverneur Tarek Amer. Er setzt auf mehr Kommunikation mit den Interessengruppen und erteilte eine erste schriftliche Anweisung an die Kreditinstitute, nachdem sie zuvor mündliche Vorgaben erhielten. Die Banken sollen Kreditfazilitäten mit ausländischen Partnerinstituten vereinbaren, um leichter Akkreditive zu finanzieren.

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Elfenbeinküste mit Importen im Wert von 700 Millionen größter deutscher Handelspartner

Berlin/Durban (dpa) - Die afrikanischen Länder südlich der Sahara zahlen beim Lebensmittelhandel mit der EU drauf - doch beim Warenaustausch mit Deutschland liegen sie im Plus. So importierte Deutschland 2015 Agrargüter im Wert von 2,385 Milliarden Euro aus der Region und exportierte Waren für knapp eine Milliarde Euro. Die größten Abnehmer waren Südafrika mit 254 Millionen Euro und Nigeria mit gut 200 Millionen Euro. Wichtigstes Exportgut aus Deutschland war demnach Getreide, ohne Reis.

Zielländer für deutsche Produkte seien vor allem «kaufkräftige, wachstumsstarke Zukunftsmärkte in Drittländern», betont das Bundeslandwirtschaftsministerium. «Wenig entwickelte Länder (...) stehen daher nicht im Fokus der deutschen Exportförderung.» Mehrere afrikanische Länder gehören zu den ärmsten Staaten der Welt.

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