Höhere Öl-Produktion in Nigeria und Libyen lässt weltweiten Ausstoß steigen

(shareribs.com) Die OPEC hat ihre jüngsten Schätzungen für die eigene Produktion vorgelegt. Demnach hat ein Anstieg des Ausstoßes dazu geführt, dass der Ausstoß insgesamt kletterte. Saudi-Arabien meldete einen Rückgang des Ausstoßes.

Die OPEC teilte heute im Rahmen ihres monatlichen Berichtes mit, dass die Produktion des Kartells im Mai um 336.000 auf 32,14 Mio. Barrel gestiegen ist. Damit wurden die kürzlich von S&P Platts gemeldeten Zahlen ungefähr bestätigt. Der Anstieg der Förderung wird vor allem auf die höhere Produktion in Libyen und Nigeria zurückgeführt. Beide Länder konnten langwierige Störungen bei der Produktion verringern, es wird aber davon ausgegangen, dass Risiken bestehen bleiben.

Die Nachfrage nach OPEC-Rohöl lag dem Bericht zufolge bei 31,92 Mio. Barrel/Tag und damit über dem Ausstoß des Kartells. Gegenüber dem Vormonat sei die Nachfrage damit um 0,3 Mio. Barrel/Tag gesunken.

Weiterhin wuchs die globale Rohölnachfrage im Mai um 1,27 Mio. Barrel/Tag gegenüber Dezember 2016.

Auf Sicht des ersten Halbjahres sieht die OPEC eine globale Nachfrage nach Rohöl von 95,4 Mio. Barrel/Tag. Im zweiten Halbjahr wird ein saisonal bedingter Anstieg auf 97,4 Mio. Barrel/Tag erwartet. Dem gegenüber steht eine erwartete Ölförderung von nicht-OPEC Staaten um 0,5 Mio. Barrel/Tag auf 58,4 Mio. Barrel/Tag, im Wesentlichen angeführt von China. In Russland, China und Indonesien wird derweil ein leichter Rückgang erwartet.

Die OPEC betonte, dass die Ölbestände der OECD-Staaten in den ersten fünf Monaten des Jahres gesunken seien und nun um 251 Mio. Barrel über dem Fünf-Jahresschnitt liegen würden. Im Januar lagen die Bestände noch um 339 Mio. Barrel über dem Fünf-Jahresschnitt. Ein Rückgang der Bestände wird in der zweiten Jahreshälfte erwartet. Das Ziel, die Bestände wieder auf den Fünf-Jahresschnitt zu senken, dürfte laut OPEC langsamer erreicht werden, als zuvor erwartet, was zur Entscheidung, das Abkommen zur Reduktion der Fördermengen bis März 2018 zu verlängern, beigetragen haben dürfte.

Die Ölpreise reagieren kaum auf den OPEC-Bericht, Brent- und WTI-Rohöl liegen je mit 0,4 Prozent über dem Vortagesniveau.

Am Abend sind die Daten des American Petroleum Institute zu den Lagerbeständen fällig.

(Bild: liebthal/pixelio.de)



Über AdriaMediaGroup:

Seit 1999 bilden Online-Magazine das Fundament unseres Unternehmens. Dank unser regelmäßigen Markt- und Zielgruppenanalysen kennen wir unsere Leserinnen und Leser sehr gut und wissen genau, was diese von unseren Magazinen erwarten. Mit renommierten Nachrichtenagenturen wie dpa und AFP ergänzen wir die uns zur Verfügung stehenden Informationsquellen aus Politik und Wirtschaft. Stetig entwickeln wir unsere Magazine weiter und kreieren immer wieder neue Online-Magazine, die speziell auf das entsprechende Marktumfeld angepasst sind. Ob das kleine Nischenmagazin, ein Wirtschaftsjournal im Internet oder ein Tageszeitung im Internet. Mit über 45 Millionen Seitenaufrufen pro Monat (quelle: PIWIK September 2016), zeigt sich dass unsere aktuellen Magazine vom Publikum sehr gut angenommen werden. In den 17 Jahren unserer verlegerischen Tätigkeit mussten wir uns bis heute weder einem Abmahnverfahren stellen noch jemals einen Widerruf veröffentlichen. Entgegen anderer Verlage basiert unsere Berichterstattung auf seriöser Recherche und reinen Fakten. Wir sehen in grundsolider Berichterstattung auch heute noch die Zukunft unserer Arbeit.

Die AdriaMediaGroup ist seit 1999 auf dem internationalen Markt tätig. Derzeit publiziert die ADMG auf dem deutschsprachigen Markt über 80 Online-Magazinen aus unterschiedlichsten Themenbereichen. Alle Zeitschriften werden von unserem eigenem Redaktionsteam regelmässig aktualisiert.