Afrika: Entwicklungsminister Müller tritt für Krisenfonds ein

Berlin/Passau (dpa) - Angesichts der aktuellen Hungerkrise in Afrika wirbt Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) für einen «immer gefüllten Krisenfonds bei den Vereinten Nationen». Dieser müsse mit insgesamt zehn Milliarden Euro ausgestattet werden, sagte Müller der «Passauer Neuen Presse» (Samstag). «Das reicht, um schnell und wirksam in solchen Krisensituationen zu handeln.» Die UN schätzen nach seinen Angaben den Finanzbedarf gegen die Hungerkrise auf vier bis fünf Milliarden US-Dollar - «das müssen wir schaffen als Weltgemeinschaft», sagte der CSU-Politiker.

Infolge von Konflikten und Dürren bedroht der Hunger derzeit über 20 Millionen Menschen in Nigeria, Kenia, Äthiopien, Somalia, im Südsudan und im Jemen. Für Teile des Bürgerkriegslandes Südsudan wurde eine Hungersnot ausgerufen - dort sind nach UN-Angaben 100 000 Menschen unmittelbar vom Hungertod bedroht.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte am Freitag zu dringenden Hilfen für Millionen hungernde Menschen in Afrika aufgerufen. Die Bundesregierung nutzt die deutsche Präsidentschaft in der Partnerschaft der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20), Wirtschaftsinitiativen für Afrika anzustoßen. An diesem Montag findet dazu eine Konferenz mit hochrangigen Gästen aus mehreren afrikanischen Staaten in Berlin statt. Ziel sei, angesichts eines starken Bevölkerungswachstums in Afrika Perspektiven vor allem für junge Menschen zu schaffen und Migrationsdruck zu mindern, hieß es.

Müller setzt sich für eine «völlig neue Dimension der wirtschaftlichen Zusammenarbeit» mit Afrika und verstärkte Investitionen der deutschen Wirtschaft ein. Die Bevölkerung auf dem afrikanischen Kontinent werde sich in den nächsten Jahrzehnten verdoppeln, etwa 20 Millionen junge Menschen kämen jedes Jahr neu auf den Arbeitsmarkt, sagte er der «PNP». «Mit einer Ausbildung und einem Job haben die Menschen Perspektiven und eine Zukunft», so Müller.

(Bild: johnnyb/pixelio.de)



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