Elfenbeinküste mit Importen im Wert von 700 Millionen größter deutscher Handelspartner

Berlin/Durban (dpa) - Die afrikanischen Länder südlich der Sahara zahlen beim Lebensmittelhandel mit der EU drauf - doch beim Warenaustausch mit Deutschland liegen sie im Plus. So importierte Deutschland 2015 Agrargüter im Wert von 2,385 Milliarden Euro aus der Region und exportierte Waren für knapp eine Milliarde Euro. Die größten Abnehmer waren Südafrika mit 254 Millionen Euro und Nigeria mit gut 200 Millionen Euro. Wichtigstes Exportgut aus Deutschland war demnach Getreide, ohne Reis.

Zielländer für deutsche Produkte seien vor allem «kaufkräftige, wachstumsstarke Zukunftsmärkte in Drittländern», betont das Bundeslandwirtschaftsministerium. «Wenig entwickelte Länder (...) stehen daher nicht im Fokus der deutschen Exportförderung.» Mehrere afrikanische Länder gehören zu den ärmsten Staaten der Welt.

An der Spitze der afrikanischen Lieferländer steht die westafrikanische Elfenbeinküste mit Importen in Höhe von knapp 700 Millionen Euro. Das liegt vor allem am wichtigsten Einfuhrgut, dem Kakao. Insgesamt importierte Deutschland Kakao im Wert von gut einer Milliarde Euro, das entspricht mehr als einem Drittel der Einfuhren aus ganz Afrika (2,833 Milliarden Euro).

(Bild: Andreas Hermsdorf/pixelio.de)



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